Ehrenamtsbörse in der Andreasstrasse in worms

Erfolg in der ersten Runde: In den kommenden Monaten werden sich in Worms Vereine, Initiativen, engagierte Bürger und die Kommune auf die Teilnahme an dem Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ vorbereiten und dafür an einer gemeinsamen Strategie für eine aktive Bürgergesellschaft arbeiten.

Für Worms hat sich der Verein Wormser Sozial- und Bürgernetzwerk, der Träger der Ehrenamtsbörse in der Andreasstr. 7 ist, um eine Aufnahme in das Programm beworben – und unter 271 weiteren gemeinnützigen Organisationen aus ganz Deutschland in der ersten Runde voll überzeugt. 55 Bewerber hat die Jury von „Engagierte Stadt“ ausgewählt. „Ich bin begeistert vom Ideenreichtum, der Themenvielfalt und der Qualität der eingereichten Konzepte“, erklärt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. „Die hohe Beteiligung zeigt, wie stark zivilgesellschaftliches Engagement in den deutschen Städten und Gemeinden verankert ist.“

„Engagierte Stadt“ wird gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Körber-Stiftung, der Bertelsmann Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, dem Generali Zukunftsfonds, der Herbert Quandt-Stiftung und der BMW Stiftung Herbert Quandt getragen. „Wir setzen konsequent auf gemeinsames Wirken unterschiedlicher Akteure vor Ort bei der Lösung lokaler Herausforderungen und damit auf die Entwicklung kommunaler Engagementstrategien“, unterstreicht Karin Haist von der Körber-Stiftung als Sprecherin des Gemeinschaftsprogramms.

Die Wormser Ehrenamtsbörse koordiniert das gemeinsame Wirken. Bis zu 50.000 Euro stehen dafür im Erfolgsfalle als Fördermittel bis Ende 2017 zur Verfügung – dazu fachliche Beratung und Netzwerktreffen im Kreis der Engagierten Städte aus ganz Deutschland. Aus Rheinland-Pfalz kommen drei erfolgreiche Bewerber, Bitburg, LK Dhaun und Worms.

„In Worms spielt das bürgerschaftliche Engagement eine große Rolle. Wir wollen es auf die nächste Stufe heben und eine Engagementlandschaft mit allen Beteiligten schaffen“, sagt Christina Heimlich, Vorsitzende des Wormser Sozial- und Bürgernetzwerks. „Wir haben die Kernstadt Worms in den Mittelpunkt unserer Bewerbung gestellt. Oberbürgermeister Michael Kissel unterstützt diese Vision. Engagement der Bewohner mit Migrationshintergrund und der Alt-Wormser wird angeregt, Netzwerke zu bilden, sich zu helfen, aber auch Spaß und Lebensfreude miteinander zu teilen.

Bis Ende Juli haben wir nun Zeit, unser Konzept genauer auszuarbeiten. Dafür erhalten wir bis zu 2.000 Euro und die fachliche Unterstützung der Programmpartner. Danach legt sich die Jury endgültig fest, wer dann in die eigentliche Förderphase gehen wird, um das Vorhaben zu verwirklichen.“