Gütesiegelverleihung 2015

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v. links n. rechts: Christina Heimlich, Marcus Held, Klaus Hagemann, Dr. Ulrich Oelschläger,
Walter Siegel, Oberbürgermeister Michael Kisselunten Kinder der Trommelgruppe „Ngoma

 

Gütesiegelverleihung 2015

Am vergangenen stillen Sonntag füllte sich die Magnuskirche, älteste evangelische Kirche in Worms, zur Gütesiegelverleihung „Attraktives Leben in Worms“. Zum 16. Mal trafen sich interessante und verdiente Vereine, Initiativen und Menschen, die sich in den Bereichen Soziales, Wirtschaft und Kultur für das sozialräumliche Gefüge der Stadt Worms in unterschiedlicher Weise verdient gemacht haben. OB Michael Kissel würdigte diese Form der Anerkennungskultur, die der Verein Wormser Sozial- und Bürgernetzwerk kreiert hat, als etwas besonders wertvolles, weil es eine Würdigung von Bürgern für Bürger ist. Die bestehende Affinität zum Wormser Süden bezeugte die Trommelgruppe „Ngoma“. Die Kinder mit Migrationshintergrund begeisterten das zahlreiche Publikum. Pfarrer Dr. Achim Müller begrüßte gerne als Hausherr und Vertreter des Evangelischen Dekanats Worms-Wonnegau mit einem kleinen geschichtlichen Exkurs.

Michael Kissel freut sich über das Unternehmen Kaibel & Sieber, das älteste und traditionsreichste Wormser Unternehmen, das weltweit anerkannter Spezialist für individuellen Maschinen- und Anlagenbau ist. Hier würde seither ausgebildet, qualifizierte Arbeitsplätze erhalten sowie neue geschaffen. Auch in Krisenzeiten hätten immer Innovationen für den internationalen Erfolg gesorgt. Walter Siegel, Geschäftsführer der 3. Generation, ist überrascht über so viel öffentliches Interesse in der Heimatstadt und bedankt sich bewegt.

Marcus Held, heutiger Bundestagsabgeordneter und Nachfolger von Klaus Hagemann, bezeugt in seiner Laudatio aus eigener Erfahrung, dass der rheinhessische Politiker mit Herkunft aus Sachsen-Anhalt, Bürgermeister a.D. von Osthofen in seinen 20 Dienstjahren im Bundestag für die Menschen in allen Lebenslagen ein offenes Ohr hatte und oft Rat oder Hilfe wusste. Als begeisterter Lehrer hatte er junge Menschen in die Welt der Politik eingeführt, Praktika ermöglicht und Initiativen für ihre Zukunft ergriffen, von denen auch er selbst profitiert hatte und heute sein Erbe antreten durfte.

Christina Heimlich, seit fast 25 Jahren Vorsitzende des WSB e.V, zeichnete das Bild 232 jähriger spannungsreicher Geschichte und Kultur lebendigen Bürgertums in Worms. Die Kasino- und Musikgesellschaft prägte die Kulturgeschichte der Stadt und ist heute moderne Hüterin geistesgeschichtlicher Kultur, Literatur und Musik in Worms –zu wenig beachtet – aber facettenreich. Präsident Dr. Ulrich Oelschläger in der Nachfolge von Apotheker Udomar Lippert wird mit zahlreichen Mitstreiter*innen an dem Ziel arbeiten, die Kasinogesellschaft als kreativen und innovativen Kulturförderer sichtbarer werden zu lassen.