WORMS/MAINZ - (clw). Christina Heimlich und Helga Herbert haben beide die Staatsmedaille des Landes für besondere soziale Verdienste erhalten. Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler überreichte die Medaille den Wormserinnen am Donnerstag in Mainz, über die Verleihung hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer entschieden.

 

„Jetzt bin ich platt“

„Mich? Jetzt bin ich platt! Auf so eine Idee wäre ich nicht gekommen!“ Dies hatte Christina Heimlich spontan gesagt, als sie davon erfahren hatte, dass sie die Staatsmedaille erhalten soll. Für Bätzing-Lichtenthäler ist das ehrenamtliche Engagement der 66-Jährigen durch seine Vielfalt geprägt. Heimlich, früher Leiterin des Diakonischen Werks Mainz-Bingen, saß viele Jahre für die SPD im Stadtrat (1979 bis 1989 und von 1994 bis 2014) sowie in zahlreichen Ausschüssen und sonstigen Gremien der Stadt, derzeit ist sie Vorsitzende des Seniorenbeirats. Es gibt kein eigentlich kein Wormser, der sie nicht kennt oder zumindest irgendwo gesehe

n hat, so rührig ist sie immer noch. Heimlich ist unter anderem die Gründerin des Wormser Sozial- und Bürgernetzwerkes sowie Initiatorin und Trägerin des Mehrgenerationenhauses in Neuhausen und der Ehrenamtsbörse. „Die Bedeutung und Arbeit des Wormser Sozial- und Bürgernetzwerkes lässt sich unter anderem daran erkennen, dass das Netzwerk 2010 vom damaligen Innenminister Karl Peter Bruch als erster Preisträger des Wettbewerbs ,Herausragende Ehrenamtsprojekte der Kommunen 2010’ ausgezeichnet wurde“, betonte Bätzing-Lichtenthäler. Die Ministerin erinnerte daran, dass Heimlich im Rahmen der Ehrenamtsbörse und in Kooperation mit der Stadt die Internetplattform „Wormser helfen“ initiierte und damit einen Beitrag zur bedarfsgerechten Koordination von Sachspenden zugunsten der Flüchtlingshilfe geleistet habe.

 

Quelle und Bildrechte: Wormser Zeitung vom 11.08.2018